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Konzertbericht / Gelsenkirchen / Veltins-Arena / 08.09.2018

Freundinnen und Freunde, geschätzte Leser unserer Berichte:

Was nun folgt ist keine kleine, sondern eine etwas ausufernde Einleitung, die nur auf den ersten Blick nichts mit dem Konzert auf Schalke zu tun hat. Aber, und das wissen wir nicht erst seit dem Booklet der „Gehasst, verdammt, vergöttert“ Best-Of aus dem Jahre 1994: Die Wahrheit erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick. Nun gut, dann mal beide Augen weit aufgerissen zu dem, was mir an persönlichsten Gedanken rund um Schalke durch den unbehaarten Kopf gegangen ist. Wer sich vor langen Texten fürchtet, der darf jetzt weinen. Alle anderen nehme ich gerne kurz mit auf eine Reise in – meine – Vergangenheit. Zurück in einen Sommer, der ähnlich heiß, wie der jüngst hinter uns liegende war.

Fünfzehn Jahre vor 2018 ist 2003. Ein Jahr der onklischen Gegensätze. Die Band hatte sich in Anbetracht der bereits gemeisterten Aufgaben (Clubtour und zweimal Ferropolis) bestens für die noch zu bewältigenden Konzerte (Loreley und Stones) vorbereitet und warmgespielt. Und während „Gegenwarts-Dennis“ hier so rumsitzt, das MacBook auf dem Schoß, ein Glas Gin-Tonic auf dem Tisch und darüber sinniert, wie er all den verrückten Scheiß von Gelsenkirchen auf eine halbwegs verdauliche Anzahl an Zeichen runterbrechen soll, kommt mir das B.O.S.C. Magazin von, Bingo, 2003 in den Sinn, das pünktlich zu den Open-Airs in Ferropolis veröffentlicht wurde.

Ich war damals fast 21 Jahre alt und kaufte mir das dicke, breite Heft im Quer- und Hochglanzformat an diesem krass heißen Julifreitag am Merchandise-Stand, das ich im Schneidersitz hockend, völlig gespannt und darin versunken, auf einer dieser steilen Steinbänke auf der Loreley las. Es muss der späte Nachmittag (oder frühe Abend) gewesen sein. Jedenfalls knallte die Sonne fast so gnadenlos, wie das NYC-Hardcore-Gewitter der Mannen um Gary Meskil von Pro-Pain, die gerade im Begriff waren, die Coverversion des Onkelz-Hits „Terpentin“ zum Besten zu geben. Um mich herum flogen Leute durch die Gegend, anderen stiegen die Temperaturen, die Hitze und die BPM zu Kopf und jene mussten dann, unter verschärftem Körpereinsatz von Thomas Hess und seiner legendären Secu-Mannschaft, in Schach gehalten und/oder aus der Arena gezogen werden. Das alles hatte ganz viel vom alten Rom und das war noch Stunden, bevor die Onkelz dort eines ihrer legendärsten Konzerte spielten, während gleichzeitig die Sonne langsam hinter dem Loreleyfelsen unterging.

Und während der Ami-Hardcore unbarmherzig aus der PA ballerte, las ich die Berichte des Magazins nicht nur, ich sog sie in mich auf. Ich war ein großer Fan der Onkelz, aber auch einer des Gesamtganzen, das sich rund um diese Jungs abspielte. Frankfurt war durch die Schilderungen der Band, aber auch durch meine eigenen Erfahrungen als Fußballanhänger, in meiner Vorstellung ein urbanes, fast lovecrafteskes Monster, das einen fraß, sobald man die Ortseingangsschilder hinter sich ließ. Die Nordendstraße hatte seinerzeit eine magische Anziehungskraft auf meine Fan-Seele, das B.O. Management Büro in der selbigen noch mehr und das Studio23, ein Stockwerk unter dem Büro, am allermeisten. Das war für mich die Straße, “in der die Magie passierte“. Ich hatte nur eine diffuse Ahnung von dem, was dort vor sich ging, aber in meinem Kopf waren es fantastische Dinge voller Kreativität und Unangepasstheit. Und die gleiche Faszination verspürte ich für die Menschen, die dort für B.O. schafften und denen am Ende des Magazins, das ich dort kaufte, gebührend gedankt wurde. Warum ich das alles schreibe und was das mit den beiden letzten Konzerten der Onkelz zu tun hat? Es ist eigentlich nur eine kleine Randnotiz. Etwas, das wahrscheinlich kaum noch jemand auf dem Zettel hat.

Also, ich las mit großem Interesse das lange Interview mit der Band in jenem Heft, das vielleicht der ein oder andere von euch noch in seiner Vitrine stehen hat. Man sagt mir nach, ich besäße ein fast abartig gutes Zahlen- und Detailgedächtnis für alles, was jemals im Zusammenhang mit B.O. gesagt, gesungen oder geschrieben wurde. Und wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, dann antwortete Stephan auf diesen Seiten dort damals, auf die Frage, wie er sich ein Ende der Onkelz vorstellen könne, sinngemäß: „Das Waldstadion oder die Arena auf Schalke wären passende Rahmen, um leise >adieu< zu sagen.“ Und er ergänzte noch um, ich paraphrasiere, folgendes: „Geiler wäre es natürlich, wenn wir aus einem freudigeren Anlass dort auftreten könnten. Nicht nur einmal zum Abschied. Ich sehe vor meinem geistigen Auge ein Meer aus schwarzen Onkelz-Shirts vor mir, das den Innenraum flutet. Onkelz-Fahnen, die von den Rängen wehen…“ Zum Schluss beendete er seine Schwärmerei mit einem augenzwinkernden: „Der Größenwahn erfasste den Verfasser dieser Zeilen.“

Während und kurz nach der Show auf der Loreley vergaß ich das Gelesene schnell wieder. Zu gut war das Konzert, als dass ich auch nur einen Gedanken an einen möglichen Stadion-Gig meiner Lieblingsband in meiner Heimat verschwendete. Das war ein Fehler. Als im Mai 2004 eine Botschaft die Fanscharen der Onkelz aufrüttelte, erinnerte ich mich wieder daran, dass es jetzt niemals zu einer solchen Show kommen würde. Nicht, wenn sich die Band nicht doch noch umentschloss und das erst jüngst Verkündete zurücknahm oder als Aprilscherz outete. Und das erschien ebenso wahrscheinlich, wie Kevins Antwort auf die Frage, wo denn die Onkelz gerne mal spielen würden. Auf dem Nordpol“, sagte er da, im selben Interview. Und auch wenn der nördlichste Punkt unserer schönen Erde wohl auch vorerst ohne die Böhsen Onkelz auskommen muss, wurde das, was einst vor fünfzehn Jahren zaghaft erträumt wurde, in diesem Spätsommer Realität. Ist das jetzt Schicksal, Zufall oder einfach nur die völlig logische Konsequenz all dessen, was in den Jahren 2014 bis 2018 passiert war? Hatte Stephan gar eine göttliche Eingebung? Es ist unerheblich. Nicht nur für mich wurden, egal aus welchen komischen oder kosmischen Gründen, am 18.08. und 08.09. 2018 zwei Träume wahr, die mir kein Dschinn besser hätte erfüllen können. Kommen wir also zur Gegenwart:

Ich muss gestehen, dass ich skeptisch war, inwiefern Frankfurt getoppt werden konnte. Das, was dort abging, hallte in meinem Hirn noch nach und ich wollte mich überraschen lassen, inwieweit der Ruhrpott, der sich ja bislang nie lumpen ließ, wenn es um Stimmung ging, mit der Mainmetropole mitzuhalten wusste. Der Tag für unser Team begann stressig und es galt eine Menge kleinerer und größerer Hürden zu nehmen, die im Vorfeld und am Showtag Kraft und Energie kosteten. Am Ende, und das ist bei all den Problemchen, die es vorher gab, aber auch immer wieder so klar, wie Vodka, klappt meistens doch alles. So auch in Gelsenkirchen. Ich verpasste leider das Fußballspiel, das der B.O.S.C. organsiert hatte und dessen Idee ich großartig fand. Ein Spiel der „Special Needs Wölfe“ (Menschen, die körperliche Behinderungen haben) gegen eine Auswahl des Böhse Onkelz Social Clubs, das am Ende, so erzählte man mir, 5:1 für den B.O.S.C. ausging. Glückwunsch! Schön, dass sich Kevin, als er davon hörte, kurzerhand entschloss, dem Kick beizuwohnen und für Fotos und Autogramme zu Verfügung zu stehen. Jacky und Sven, die beiden federführenden Ideengeber des neuen Clubs, erzählten mir auf der Aftershow-Party ganz begeistert von Kevins Auftreten und davon, wie toll das alle fanden, die auf dem Platz standen und spielten, zuguckten oder sonst wie an Ort und Stelle waren.

57.000 Fans. Volle Hütte. Irre. Keine Ahnung, ob jemals mehr Zuschauer bei einer Live-Veranstaltung auf Schalke waren. Mich interessiert dieser Schwanzvergleich auch überhaupt nicht – allein das, was ich mit eigenen Augen sah, zählt. Und ich schwöre: Ich habe so einen imposanten Anblick noch nicht gesehen. Das sah so unglaublich verrückt aus. Das Infield platzte aus allen Nähten, auf den Rängen konnte man ebenfalls keinen freien Platz mehr ausmachen. Ich gebe gerne zu, dass ich Stadionatmosphäre jederzeit einem Gig auf einem riesen Acker vorziehe. Diesen Kesseldruck, diesen Hall und diese ganz spezielle Spannung, die sich vor, während und nach dem Intro explosionsartig entlädt, kann man fast nirgendwo so gut herstellen, wie in einer fetten Arena. Dass man dafür gegebenenfalls ein paar akustische Einbußen hinnehmen muss, liegt in der Natur der Sache – auch wenn ich derlei Dinge, die bereits negativ von manchem Fan geäußert wurden, nicht bestätigen kann. Wir haben das Konzert von einer erhöhten Position und mittig zur Bühne gesehen und ich fand den Sound gut. Und ja, ich habe auch schon andere Bands in der Veltins-Arena gehört.

Ich liebe das Intro. Es gab bei den Onkelz schon immer mächtige Dinger vor jedem ersten Song der Show. Man erinnere sich noch mit Freude an 2002, als „The Edge“ von David McCallum ertönte und die LED Screens mächtig viel Casino- und Las Vegas-Flair versprühten. Oder 2004, als „Drums A Go-Go“ aus meinem absoluten Lieblingsfilm, „Natural Born Killers“, die Leute zum Kollektivausrasten brachte, während sich diese schwarzen, an Mad Max erinnernden, Finger in die Höhe hievten und ihren Trockennebel über die ersten Reihen erbrachen. Aber das 1996er Tour-Intro, diese verzerrten Gitarrensounds (oder was auch immer das für Töne sind…), erzeugen bei mir einfach eine Gänsehaut, die nicht zu toppen ist. Dazu das sich langsam aufbauende BO Logo auf den Screens, das Lichtgewitter und dann, auf dem Klimax ankommend, das „däng-däng-däng-däng-dudidudi-däng-däng-däng-däng-dudidudi“ (ja, Herrgott, ich bin Musiklegastheniker) von Stephans Bass, ehe es in Gonzos Gitarre übergeht und Kevin ein „Ja“ ins Mikro brüllt, dass jedem Anwesenden auf Schalke direkt klar gewesen sein musste, dass dort kein erneutes „Pur and Friends“ und auch keine „Welt-im-Döschen“ Party von Helene Fischer stattfand, sondern zum ersten Mal ein fucking Böhse Onkelz Konzert! Und kein Song dieser Erde eignet sich dazu besser, um das Stadion für knappe drei Stunden unter die Herrschaft der Hessen zu stellen, als „Hier sind die Onkelz“. Basta.

Ich dachte, mit Dortmund 2016 hätte ich alles gesehen. Ich war der Annahme, dass der Ruhrpott jetzt alles abgefeuert hatte, was möglich war. Das rhythmische Klatschen der Fans auf die Banden, das sicher nicht ganz zufällig von Islands EM-Auftritt inspiriert war, der Bandgeburtstag, die Aufnahme des zweiten Live-Albums in jener Stadt… All das machte die Show damals besonders. Irren ist menschlich.

Schalke war grandios-gnadenlos-gut. Und das gilt für die Band und für euch im gleichen Maße. Kevin sang völlig befreit und bei bester Stimme. Ich muss es wieder schreiben: Eigentlich nicht so ganz erklärbar, jedenfalls nicht mit den Mitteln der Logik und des Verstandes, wie es unser blonde Barde jedes Mal schafft, sich durch diese Shows zu powern und sich am Ende noch genauso gut anzuhören, wie am Anfang. Diese Kraft, die er seit ein paar Jahren wieder in der Stimme hat, ist einfach phänomenal. Vielleicht sollten sich doch mal langsam Mulder und Scully, anstatt mit der Jagd nach Außerirdischen, mit dem „seltsamen Fall des Kevin Richard Russell“ beschäftigen. Der Mann hat auf jeden Fall mehr als überzeugend abgeliefert, teilweise sogar vor lauter Freude einfach ein paar Töne zusätzlich an die Songs hinten rangehangen und war überhaupt bei bester Laune, textsicher (mit Ausnahme von „Hier sind die Onkelz“) und in ständigem Austausch mit euch und seinen Bandkollegen. Ich weiß nicht mehr, bei welchem Song es war, aber der Moment, in dem sich Kevin und Stephan für eine gefühlte Ewigkeit im Arm lagen, bis sich einer von beiden losreißen musste, hatte ganz viel Magie.

Unser Gitarrist entfachte auf der Bühne bei nahezu jedem Song ein Feuer aus purer, reinster Energie. Wo wir gerade bei seltsamen Phänomenen und außerweltlichen Vorkommnissen waren: Wenn das FBI mit Fox Mulder und Dana Scully schon mal dabei ist, können sie sich auch direkt Matthias „Gonzo“ Röhr vorknöpfen. Ich kann, will und werde nicht hinreichend raffen, wie man nicht nur komplexe Akkordfolgen fehlerfrei runterspielen will, ohne dass man ständig auf den Hals der Gitarre gucken muss, damit sich nicht die eigenen Finger verknoten, sondern auch noch nebenbei von links nach rechts rennen, dabei die Meute anheizen, Zigarre rauchen und offensichtlich jede Menge Spaß haben kann, ohne dass man ständig vergisst, welche Saite man als nächstes zupfen muss. Vielleicht sind die Onkelz ja auch… Was ist der alltime Hit unter Verschwörungstheoretikern? Echsenmenschen in Menschengestalt mit übernatürlichen Kräften! Genau. Spaß beiseite.

Stephan hatte ebenfalls großen Bock auf euch. Das konnte man ihm ansehen, das hat er mir später bestätigt. Ich weiß nicht, ob er sich an die oben erwähnten Zeilen seines Interviews aus dem B.O.S.C. Magazin erinnert, aber falls doch, wird er hoffentlich grinsen müssen – bei derart prophetischen Ahnungen.

Als ich vor einigen Monaten hörte, dass mein geliebter „Stand der Dinge“ auf der Setliste für das Matapaloz und für die Stadien steht, drehte ich kurz durch. Ich war hin und her gerissen. Einerseits erinnerte ich mich wieder an 2003, als die Onkelz diesen feinen Song ebenfalls für die Open-Airs einstudierten, ihn aber schon nach der ersten Ferropolis-Show wieder rausschmissen, weil es irgendwie, irgendworan klemmte. Und nach dem Matapaloz und nach Frankfurt dachte ich mir: Ok, tja… Das wird dann wohl auch in Gelsenkirchen eher so – geht so. Irgendwie klemmte der Song auch fünfzehn Jahre später, bis sich auf Schalke der scheiß Knoten endlich löste und ich diese tolle Nummer genau so hören durfte, wie sie live klingen muss. Gut, dass Männer nicht heulen. Ich hätte sonst Tränen des Glücks in den Augen gehabt. Ich vergöttere diese paar Minuten Musik. Auch, weil er textlich und instrumentell so anders ist, als alles, was die Onkelz davor und danach auf CD pressten.

Es wäre unwürdig, jeden einzelnen Song durchzukauen. Und darauf habe ich auch keine wirkliche Lust. Ich freue mich immer, wenn ich Live-Bilder auf den riesigen Screens sehe. Nicht, dass die Visuals langweilig wären, um Himmels willen, nein! Die sind spitze, teilweise echt abgefahren (die leicht hin und her zuckende Zwangsjacke während „Es ist sinnlos mit sich selbst zu spaßen“ anyone?), aber die transportieren nicht die Emotionen, die ich auf einer Onkelz-Show sehen will. Das schaffen nur die glücklichen Gesichter all jener, die nah genug an den Kameras stehen, feiern, lachen, weinen und sich im völligen Einklang mit sich, der Welt und den Onkelz befinden. Und davon habe ich unzählig viele gesehen. Männer, die bei „Der Platz neben mir“ in stiller Andacht an einen verstorbenen Freund, Bruder, Weggefährten trauerten. Mädels, die mit geschlossenen Augen den schon erwähnten „Stand der Dinge“ mitsangen. Oder auch „Narben“. Die melancholisch-thematische Zwillingsschwester von „Koma“. „Narben“ spricht mir aus vielen Gründen direkt aus der Seele. Er half mir 2002, tief in meinem Unterbewusstsein vergrabene Grässlichkeiten zu akzeptieren. Und auch während dieses Songs dieselben Bilder: Frauen und Männer, jung und alt, die – in episches Licht getaucht -, zu einer Masse verschmelzen und gemeinsam ihren Dämonen abschwören. Der Vatikan sollte sich seine ganzen scheiß Exorzismen und menschenverachtenden Rituale sparen. Sollen sie doch einfach Kevin anrufen, ihn in eine Priesterkutte stecken und vermeintlich „Besessenen“ vorführen. Könnte effizienter sein, als Weihwasser, Kruzifixe und Gebete.

Dass sich achtundzwanzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, „Keine ist wie du“ zum absoluten Live-Mega-Hit entwickeln würde, konnte auch kein Onkel ahnen. Gut, das Ding ist auch schon beim Waldbühnen-Gig 2000 durch die Decke gegangen, aber da waren es halt auch „nur“ 20.000 statt der 60.000 Kehlen, die der Band „Oh-ho-ho: Keine ist wie Du“ entgegenschmetterten, sodass Micha Mainx und sein FOH-Team alle Regler der Anlage auf 12 drehen mussten, damit man mehr, als nur die Fans, hörte. Und dort, wo man Dämonen Adieu sagen konnte, war auch der richtige Ort, um seiner Aggressionen Herr zu werden. In die Luft gestreckte Fäuste, Schals und endlandendes Testosteron in den Epizentren der zahlreichen Circle-Pits, während des sich nach vorne ausbreitenden Tsunamis an Power, der eben nicht an den Wellenbrechern zerbrach, sondern jeden im Infield erfasste.

Irgendwie beiße ich mich hier an der Dopamin fest. „Keine Amnestie für MTV“ ist 2018 noch genauso ein Brett, wie 2002. Und ich dachte schon ein paar Tage vor dem Konzert an das, was Stephan absolut richtig in seiner Ansage zu dem Song als offene Frage an die Fans richtete: „Wir wissen gar nicht genau, ob die jüngeren Menschen mit dem Begriff „MTV“ etwas anfangen können, aber…“. Für mich, Geburtsjahr 1982, eigentlich unvorstellbar, aber Fakt ist: Wer nach 2000 geboren wurde und seine ersten Onkelz-Shows 2014/2015 erlebt hatte, der weiß über MTV, VIVA (haha) und diese ganzen anderen erbärmlichen Kitsch-Sender, einen Scheiß. Diese Verarschungsanstalten haben sich selbst bäuchlings auf die Schienen gelegt und wurden vom nicht zu stoppenden Internet-ICE gnadenlos plattgewalzt. Und das illustriert zwei Dinge, die gleichermaßen wichtig und komisch zugleich sind: Die Onkelz haben MTV überlebt. Die Onkelz gibt es 2020 seit 40 Jahren. Lasst das mal auf euch wirken.

Ich habe irgendwo gelesen, dass es zwischen den Songs, also während der kurzen Pausen, „ruhig“ gewesen sei. Da muss ich wohl ein anderes Konzert gesehen und andere Fanchöre gehört haben. Die Bewertung der Stimmung eines Konzerts ist ohnehin immer eine äußert subjektive Angelegenheit – ich war aufgrund der sich mir gebotenen Bilder in einem dreistündigem Dauerrausch. Und das, ohne eine Tropfen Alkohol getrunken zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass die Show unter meiner Top-3 aller Onkelz-Shows steht, die ich bislang gesehen habe. Ebenso sinnlos zu betonen, wie krass ihr bei „Nichts ist für die Ewigkeit“ und „Mexiko“ abgegangen seid. Auch, weil das zwei der absoluten Dauerbrenner sind und sich das Ausrasten der Fans nur in Nuancen unterscheidet – diese aber manchmal kriegsentscheidend sein können. Nach „Erinnerung“ habe ich jedenfalls kein unglückliches Gesicht gesehen, im Gegenteil. Vielen schien es wie mir ergangen zu sein: Sie haben die fast dreistündige Show in einer Art Trance erlebt, aus der ich erst heute wieder richtig aufgewacht bin.

Nach der Show, das Infield war bereits komplett geräumt, machten wir uns auf den Weg zur After-Show-Party. Ich redete mit vielen Bekannten, die ich seit Ende 2013 kenne, und die zu Freunden geworden sind. Ich trank ein paar schnelle Getränke und lachte mit meinen Freunden, mit der Band und ihrer Familie – die jetzt auch, ein Stück weit, zu meinen Freunden geworden sind. Und da ist er wieder, der Moment, an den ich zurückdenke, als ich damals, 2003, auf der Steinbank der Loreley saß und mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Bewunderung die Bilder der Mitarbeiter der Onkelz betrachtete. Mein Wunsch, der in mir brannte, schien mindestens so unwahrscheinlich, wie der Kevins auf dem Nordpol zu spielen, oder dass die Onkelz wieder zurückkämen, nachdem sie 2004 ihre Auflösung bekannt gaben: Der Wunsch, dass ich mal zu den Jungs und Mädels gehören würde, die für die Band arbeiteten. Well…

Fünfzehn Jahre später bin ich seit fast fünf Jahren einer dieser Jungs, „hinten im Heft“. Zwei weitere sind zwei meiner engsten Freunde. Und das Waldstadion und die Veltins-Arena sind zwar eingetreten, waren aber nicht das Ende der Onkelz. Selbiges liegt nun über 13 Jahre zurück, war zum Glück nur vorrübergehend und wurde hunderte Kilometer weiter östlich, ausufernd und angemessen traurig, zelebriert. Diese beiden Auftritte in diesen beiden Stadien jedoch, die in diesem Jahr stattgefunden haben, setzen das Ausrufezeichen hinter die uns liegenden viereinhalb Jahre. Sie sind mehr, als eine glückliche Fügung des Schicksals. Und sie waren kein Größenwahn.

Gut so.

Dennis Diel

Alle Bilder: Christian Thiele Fotografie

 

46 comments

  1. Judi Togel Online - 27. November 2018 11:54

    With this unique concert, my husband and I have fulfilled a real youth dream !!
    You have accompanied us for so many years on our way and whether it was dark or bright times you were (even if you were away for a short time) always there and I thank you for everything !!
    Please keep it up so it was not the last time you were allowed to watch live !! Especially my husband who has a lot in common with Kevin has the concert with this unbridled energy a lot of power!
    WE DO NOT HAVE ENOUGH YET!!!

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  2. Papa Barcadi - 16. November 2018 13:17

    Also das Konzert war der absolute Hammer. Selten eine so geile Show erlebt. Wir waren Sitzplatz und die Akustik war phänomenal. Ich weiß gar nicht, warum hier alle meckern. Es war Bombe. Kevin‘s Stimme ist so gewaltig gewesen. Ich glaube er musste Angst vor sich selbst gehabt haben.
    Ok, also der Bierausschank und das nachHause kommen waren unterirdisch. Aber was will man von einem Verein wie Schalke auch erwarten? Das war ja eigentlich von vornherein klar😁.
    Wenn man nur die Show betrachtet, war es die Beste seit Comeback. Und ich habe alle gesehen.
    Also ruht Euch verdientermaßen aus und kommt 2019 genauso geil zurück wie ihr abgeschlossen habt.

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  3. Benni - 11. November 2018 13:25

    Ich war auf dem Konzert in Gelsenkirchen, kann die Kritik um das drum herum verstehen, aber das Konzert, die Liederauswahl und die Stimmung waren der Hammer!
    Würde mich freuen wenn es von dem Konzert eine live Blue Rat geben würde.
    Die ist dann so gut wie gekauft! 😉

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  4. Trude Ochsenspecht - 7. November 2018 18:10

    Liebe Böhse Onkelz,

    das Konzert war nix!

    Die Halle war nicht ausverkauft, sie war überfüllt.
    Die Aufgänge (Fluchtwege) waren dicht. Die Katakomben dicht. Das Bier ausverkauft.
    Die Akustik in der Halle war scheiße und ihr viel zu leise.
    Eure Setlist war zu viel Best Of. Das Publikum war das asozialste ever. Und ob rechte Spinner bei euch rumlaufen, das juckt euch scheinbar auch nicht mehr.
    Alles in einem einfach nur traurig.

    Eure Trude

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  5. Sabrina - 30. Oktober 2018 22:05

    ES WAR SO HAMMER GEIL!!!! FREU MICH AUF 2020

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  6. Tommy - 29. September 2018 09:36

    Ich möchte hier mit ein bischen Abstand auch mal meine Meinung zum Schalke Konzert abgebeben, auch wenn es wahrscheinlich wieder einmal von den Onkelz Fanz welche mit der rosa roten brille rum laufen Kritik ernten wird.
    Kurzes Intro, ich bin seid Jahren Anhänger der Band und habe mein erstes konzert 1996 als heranwachsender erlebt und auch in den weiteren Jahren so einiges Live gesehen ( Dortmund,Frankfurt, Loreley, Abschluss sowie Comeback am Hockenheim etc )
    Dieses Konzert war für mich eines der schlechtesten wenn nicht sogar das schlechteste was ich bisher gesehen und erlebt habe.
    Schlechter Sound,scheiss Knappenkarte, Rückreise chaotisch…..für diese Punkte können die Onkelz wahrscheinlich nichts aber sollte nicht unerwähnt bleiben…….
    Was allerdings den Auftritt angeht hört man immer nur die gleichen Lieder und es wird keine Abwechslung geboten, schaut euch mal die anderen DVD´s an und vergleicht die Setlist dort werdet ihr eine 75%ige übereinstimmung finden, schade das immer nur die gleiche Prozedur runter geleieert wird, man kommt sich auf einem Live GIG mittlerweile vor wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“…..
    Die Stimmung im Innenraum war weitesgehend schlecht kaum POGO hier und da mal ein bissel Pyro…..
    das Zitat “ Onkelz besser denn je “ trifft evtl. noch auf die Memento Tour zu aber das Stadion Konzert war leider eine Kopie seiner selbst….Die Songs lieblos runter geleiert, das Gonzo Solo vor Auf gute Freunde schon bei der o.g Tour vorgetragen, kaum Ansagen und wenn dann schwer verständlich……Keine Leidenschaft nichts neues , keine Initiativen und Kevin lieb und leblos auf der Bühne hinter der Sonnenbrille versteckt ( ich hoffe nichts schlimmeres wenn ihr versteht was ich meine )…….
    Sorry aber bei den Songs die ihr im Sortiment habt wäre mehr drin gewesen auch mal hier und da n bissel Show oder n paar solo parts von gonzo oder mal ne ansprache von KEVIN und und und…..
    Bin jetzt noch nicht soweit mich der „Kommerz hat gesiegt Front“ anzuschliessen, aber wenn ihr den Fans etwas zurück geben wollt die auch die früheren Konzerte kennen und nicht denen die sich aufgrund ihres Ausweises am Hockenheim ihr erstes bier trinken durften und von den früheren Onkelz keinerlei vergleichswerte haben, solltet ihr evtl.mal ne schippe drauf legen wenn man schon so ein event starten und nicht einfach die bekannten Lieder runter leiern, oder habt ihr mittlerweile die Texte der anderen Songs vergessen und fangt daher mit dem Mist der „Neuveröffentlichungen“ Kneipenterroristen, Onkelz wie wir und wat weiss ich wat noch kommt an……..
    Ok das war jetzt n bissel to much, aber konzentriert euch doch mal bitte wieder auf das wesentliche tretet euch selbst in den arsch und rockt die bühne oder das studio und packt euch die texte von den alten songs vor die glotze und lasst et krachen, hoffe zum 40. haut ihr ein brett raus, dass die leute noch jahre später davon reden können…..
    In diesem Sinne Viva los Tioz
    P.S : Nur Bauchpinselei und alles ist toll hat noch nie geholfen , auch Kritik sollte gehört werden um dieser Welt ( ok soweit ist es bei einer Band nun noch nicht) weiter zu helfen und zu verbessern

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    • Sascha - 21. Oktober 2018 15:29

      Hi Tommy, teilweise muss ich Dir recht geben mit Deiner Meinung – aber Fakt ist einfach , dass sich die Zeiten geändert haben , das was die Onkelz einmal rüber bringen wollten wird leider bei dem neuen „Fankreis“ nicht mehr registriert. Und genau dieser Kreis hat mittlerweile die Oberhand ….Geh auf ein Onkelz – Konzert …. und genau diese Menschen wirst du dort treffen. Ein Tiefschlag für die Band…. denn ihre Worte zählen nicht mehr…nur noch der Name. Die angeblichen “ Fans“ verstehen nicht mehr um was es überhaupt geht. Das tut weh…. das Ergebnis ….die Onkelz antworten darauf !!!!

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    • Zirrus - 29. Oktober 2018 02:53

      Moinsen, gute Kritik, wie ich finde. Zu dem Punkt, dass sich live vieles wiederholt muss ich sagen, dass es aufm Matapaloz ja nicht der Fall war. Zumindest am ersten Tag hat man auch den berühmten Funken vermissen lassen, der überspringen sollte. Das waren halt die ersten stadionkonzerte, da muss man eben die Krachen spielen, die immer gehen.

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  7. LeoJana - 16. September 2018 10:10

    Mit diesem einzigartigen Konzert haben mein Mann und ich uns einen wirklichen jugendtraum erfüllt!!
    Ihr begleitet uns jetzt schon sooo viele Jahre auf unserem Weg und ob es dunkle oder helle Zeiten waren ihr wart (auch wenn ihr kurz weg wart) immer da und ich danke euch für ALLES!!
    Bitte macht weiter so damit es nicht das letzte mal war euch live sehen zu dürfen!! Gerade meinem Mann der mit Kevin einiges gemeinsam hat hat das Konzert mit dieser unbändigen Energie einiges an Kraft geschenkt!
    WIR HA‘M NOCH LANGE NICHT GENUG!!!

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  8. Marco - 15. September 2018 13:44

    Moin!
    Habe Euch in Gelsenkirchen das erste Mal gesehen, Fand Eure Show echt hammer, vor Allem, den Stadionchor, aber der Sound war der allerletzte Müll! Das hätte ich von Euch besser erwartet!

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    • KaiSan - 19. September 2018 16:11

      Für die zugegebener Maßen hallende Akustik können die Onklez aber nix. Das liegt an dem Fußball-Tempel. Da klingt jede Band schlechter als üblich. Habe da mal Metallica gesehen und wahr auch Soundtechnisch nicht begeistert.

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    • Tina - 4. November 2018 21:07

      Hey Marco.Auf Schalke ist der Sound immer Scheisse,egal welche Band spielt. Unter anderem war mein Sohn auch das erste Mal da und meinte:Wenn die Fans lauter sind als die Band…war das geil!!!!Onkelz machen trotzdem Gänsehaut!!!

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  9. Marco - 14. September 2018 22:11

    Hallo, Jungs!
    Hab Euch auf Schalke das allererste Mal gesehen und fand die Songauswahl und die Show echt fett! Auch diesen hammermässigen Chor, sowas hab ich bei noch keinem Konzert erlebt, und ich war schon auf vielen. Allerdings war der Sound echt voll für’n Arsch man verstand nicht mal Stephan’s Ansagen. Das hätte ich von Euch besser erwartet. Aber: Ich muß da auch mal den Mischer in Schutz nehmen, ich weiß als Musiker nämlich selber, wie schwierig es ist, in so einer Arena einen vernünftigen Sound zu produzieren… .

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  10. Marius - 14. September 2018 16:05

    Ich hatte es nicht geschafft ein Stadion T-Shirt zu kaufen, wird es die auch bald online geben?

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  11. Pascal - 13. September 2018 16:03

    Hallo zusammen. Es gibt bestimmt bei jedem Konzert PRO und CONTRA, egal wo es statt findet. Ich denke was den Sound betrifft ist es schwierig so ein Stadion überall gleich zu beschallen wir standen Welle hinten in der Mitte und dort war es auch ein wenig verzehrt und leise. Aber man versucht das beste draus zu machen. Bei der langen Wartezeit am Bierstand lag es wahrscheinlich daran das sie nur einen Zapfhahn hatten und dann noch am Eingang zur Welle wo man auch noch an der selben Stelle seine Karte aufladen musste (konnte). Alles blöd aber ob die Onkelz was dafür können bezweifle ich, denn die verlassen sie auf den Veranstalter der damit Erfahrung hat. Ich fand den Tag super und an dieser Stelle schöne Grüße an das Team Bosc es hat Spaß gemacht euch alle kennen gelernt zu haben und hoffe das wir uns bald mal wieder sehen. War ja leider nicht mehr wirklich viel Zeit nach dem Spiel zum quatschen oder Bier trinken aber das können wir ja nachholen 😜
    Gruß aus Essen

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  12. EinNetterMann - 13. September 2018 09:19

    Hey. Ich bin nicht der der ständing alles schlecht redet, aber dass muss jetzt einfach mal sein SORRY!
    Ich war schon auf sehr vielen Onkelz Konzerten. Frankfurt Stadion ist mit Abstand Platz 1!
    Meiner Meinung nach, war das einer der schlechteren konzerte überhaupt.
    Damit meine ich nicht die Onkelz! das war wieder ein überragendes Feuerwerk!
    Ich bin immer im Innenraum, da fand ich dir Stimmen sehr schlecht! bis auf die Dauerbrenner!
    Auf der Tribüne ging es dagegen voll ab! RESPECKT dafür!
    dennoch alles drum herrum finde ich einem Onkelz Konzert nicht würdig! Und dafür sind wir ca 450km gefahren
    Ich fang mal mit dem Positiven an.
    + Toiletten im Innenraum
    + Die ganze Show mit Licht, Ton einfach alles!
    + Komplett betrag wieder zurück bekommen
    hmm mehr Positives fällt mir nicht ein SORRY!
    – Die scheiss Knappenkarte! 45Min anstehen!
    – Bierstand 1 std anstehen, und dann ok, das war Pech ist das Bier alle
    das war dann so, dass wir beim ganzen Konzert Nix getrunken haben. 1 getränk nach dem Konzert drausen!
    von 19:30-04:45Uhr !
    – Nach dem Konzert sofort alle getränke geschlossen hatten
    – Bierstand ausen kein Bier mehr!
    – TAXIS! Das war das schlimmste an allen! um 04:15Uhr entlich ein Taxi bekommen, die waren viel zu wenig!
    – Somit meiner Meinung nach ganz Klar! ein Konzert ist hier nicht möglich! Sorry Gelsenkirchen!
    Das weiss ich jetzt schon hier werde ich nie mehr hin kommen! Andere Städte sind da deutlich besser!

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    • Marco - 13. September 2018 10:08

      nunja.also ich/wir waren aufer nordtribühne.somit nordeingang.kein problem mit dem anstehen für knappenkarten (obwohl die wirklich scheisse sind.lästig diese ganze prozedur).bierstände ging zügig sowohl vor dem konzi draussen wie drinnen vor/während/danach also keine probs.abfahrt hat sich ein bisserl verzögert.wem wunderts bei so vielen Fans.ONKELZ warn geil wie immer!!! alles in allem ein sehr gelungener abend.kleine „wehwehchen“ etc. gibts immer,das steckt man als „ONKLIFIZIERTER“ locker weg.mach Dir kein Kopf ,das nächste Konzert kommt bestimmt! meine persönliche Meinung ist aber das mir Dortmund immer besser gefallen hat.ich bin kein Fussballfan.nur son Bauchgefühl.Atmosphäre war halt geiler.

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    • Steffen - 13. September 2018 12:11

      Ich war NICHT in Gelsenkirchen, sondern in Frankfurt. Show wird ähnlich geil gewesen sein. Deine Kritikpunkt gelten ja der Stadt und der Arena und da bin ich trotz Abwesenheit 100% bei Dir! 2004 hab ich dort Metallica gesehen, da war noch alles in Ordnung (ausser die Knappenkarten. Den Scheiß gab es da auch schon!). 2009 AC/DC: Katastrophe! Der Vogel abgeschossen wurde dann 2011 bei Metallica „Big 4“. Trotz FOS Tickets war es nicht möglich, in weniger als 1 Stunde, Bier zu bekommen. (Slayer komplett verpasst!!) Nach Konzertende wurden alle Klos im Innenraum geschlossen. Dass man während der Show dort gar nicht ankommen konnte, da alles zu voll war, hat keinen Security interessiert. Die Abreise per Zug (in unser Hotel nach Essen) war nicht möglich, da nur ein 2 Waggon-Zug für Tausende Leute gab. Taxi haben wir bis heute keins bekommen. Zumindest nicht dort. Ein Taxiunternehmen aus Essen hat uns geholt. Die Nacht habe ich geschworden, dass ich nie wieder einen Fuß in dieses verdammte Stadion setze. Selbst Veranstalter Lieberberg hat danach gesagt, dass er, solange die Verantwortlichen von der Stadt, der Bahn, den örtl. Veranstaltern, der Arena das nicht in den Griff kriegen, veranstaltet er dort keine Konzerte mehr. Ich glaube, auch das ist bis heute so geblieben. Kein Wunder. Wie ich in deinem Text lese, hat sich rein gar nichts verändert! Scheiß auf Gelsenkirchen. Überall woanders geht’s besser!

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    • Alter Onkel - 13. September 2018 12:16

      Hallo netterMann,

      was mich ärgert ist, dass ich dieselben Dinge erlebt habe wie Du (siehe mein Beitrag zuvor). Das lag aber keinesfalls an Gelsenkirchen oder der Veltins Arena, denn bei anderen Konzerten oder gar beim Fußball ist das nicht so chaotisch.

      Zum Fußball kommen ja tatsächlich nochmal knapp 10.000 Leute mehr, aber es werden einfach mehr Sonderzüge und Busse eingesetzt. Es sind auch üblicherweise deutlich mehr Bierstände auf, als das am Samstag der Fall war. Wir hatten einfach den Eindruck, dass die Onkelz da Geld sparen wollten, indem weniger Personal eingesetzt wird. Personalkosten ist der teuerste Punkt bei so einem Konzert. Und das ist wirklich schade. Hat uns sehr irritiert.

      Alles andere was mit Orga zu tun hat und noch eindeutiger im Bereich der Onkelz liegt, hat ja auch NICHT geklappt (Branding der Knappenkarte nur für 6.000 Karten (wir haben Karten von pur und Guns n Roses bekommen!!), keine Onkelz Becher am Bierstand, keine Konzert T Shirts, keine Zugabe gespielt usw.).

      Ich will nicht alles schlecht reden, das Konzert selbst war super, aber das Drumherum ist halt auch von den Onkelz zu verantworten und das hat uns sehr enttäuscht.

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    • Joker - 14. September 2018 23:39

      @EINNETTERMANN:
      Tja da sage ich mal sehr schlecht vorbereitet ganz ehrlich..
      Mit der Truppe mit der ich da war, waren wir sehr gut vorbereitet kein anstehen kein langes warten 2 Mann gingen für alle.. Keine 10 minuten waren beide wieder da.. Du/ihr wart echt nicht vorbereitet.. Zudem kam auch noch dazu da wir ganz vorne standen 1. REIHE!!!!

      FINDE DEN FEHLER EINNETTERMANN

      KONZERT GELSENKIRCHEN TOP NOTE 1+

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  13. Sebastian - 13. September 2018 07:15

    Bevor Mexiko in der Originalfassung gespielt wurde hat Gonzo ja eine andere Melodie benutzt. Ich kenne diese Melodie aus irgendeinem Film oder Serie. Aber ich komm nicht drauf. Kann mir da jemand helfen?
    Ist wie wenn du ne Schauspieler noch von ne anderen Film her kennst und nicht drauf kommst. Das macht mich wahnsinnig. :-)

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    • Stephan - 13. September 2018 19:33

      Rock´ n Roll von Gary Glitter…in D evtl. aber bekannter durch die Toten Hosen auf der „Bis zum bitteren Ende live“

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  14. M.m. - 13. September 2018 03:54

    Die Presse stinkt! Mal wieder! 26 Straftaten! Schwere Krawalle!

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  15. Alter Onkel - 13. September 2018 02:03

    Leute, ich habe zwei Herzen in meiner Brust. Zunächst das freudig gestimmte:

    Ich habe schon viele Konzerte der Onkelz miterlebt, das war nun mein 11. (das erste war 1996 in Dortmund). Das Konzert auf Schalke war musikalisch der Hammer! Endlich mal ein Kevin, der jeden Ton zu treffen schien. Mir ist auch egal, ob da technisch nachgeholfen wurde, das war einfach supergenial!

    Die Akkustik empfand ich auch als perfekt! Die Stimmung sowieso. Obwohl man schon gemerkt hat, dass die Stimmung bei den älteren Liedern am besten war. Ein großartiges Erlebnis!

    Nun das enttäuschte Herz…….

    Die Organisation war das Allerletzte! Sowas habe ich noch nie erlebt! Und ich habe in der Arena schon einige Konzerte mitgemacht und bin als Dauerkartenbesitzer vom FC Schalke logischerweise oft in der Arena. Aber so ein Chaos habe ich noch nicht erlebt! Und leider muss ich sagen, das lag ganz sicher nicht an der Arena……. Im Einzelnen:

    1. Nicht jeder wusste, dass man sich Knappenkarten zulegen musste. Betraf mich persönlich nicht, daher gehe ich da nicht weiter drauf ein. Aber es kann nicht sein, dass man als Knappenkarte welche bekommt mit dem Aufdruck von pur oder guns n roses!!!!!!!! Das geht echt gar nicht! An den Ausgabenstellen meinten die, es gab nur 6.000 mit Bezug zum Konzert. Was für ein großer Mist!!! Wer kommt auf so eine Idee!?!?!?! Das hat uns alle sehr geärgert,

    2. Die Konzertbecher waren auch schon bei Beginn des Konzertes weg. Keine Ahnung, wieviel davon vorhanden waren. Habe auch sonst kaum welche gesehen, daher gehe ich davon aus, dass auch da zuwenig vorhanden waren. Schade.

    3. Was gar nicht ging, das waren die ewig langen Wartezeiten bei der Bierausgabe! Einmal 40 Minuten, da lief das Konzert schon! Danach nochmal 35 Minuten, da waren wir bedient. Durch Knappenkartenkauf, auch in einer Schlange stehend und dem Warten beim Bierausschank, haben wir die Vorgruppe komplett und den Anfang vom Onkelz Konzert selbst auch noch verpasst!

    Wenn Fußball auf Schalke gezeigt wird, passiert das nicht, wir hatten eher die Vermutung, es wurden weniger Bierstände aufgemacht und Personal eingesetzt, um Geld zu sparen. Da wurde aber am falschen Ende gespart! So wenig Bier habe ich noch nie in der Arena getrunken, weder zum Fußball, noch bei anderen Konzerten. Und beim Fußball sind nochmal knapp 10.000 mehr Leute im Stadion…… Geht auch gar nicht!

    4. Die Abfahrt war ebenfalls ne Vollkatastrophe. Sonst werden Sonderbusse eingesetzt oder Sonderzüge. Davon habe ich nix gesehen. Bei Fußballspielen geht das alles viel schneller und reibungsloser. Die Bahnen waren so voll, dass da keiner mehr reinkonnte.

    5. Das Konzert hatte noch nicht angefangen und die T Shirts für die Stadiontour waren weg! Auch unfassbar und sehr ärgerlich. Keine Ahnung, ob überhaupt welche da waren.

    Fazit: Musik und Atmosphäre super, Orga ne glatte 6! Wir waren trotz des tollen Konzerts so enttäuscht, dass wir nicht wissen, ob wir nochmal auf ein Onkelz Konzert gehen, sorry. Man hatte nicht das Gefühl als Fan ernst genommen zu werden. Die Krönung war, dass nicht mal eine Zugabe gegeben wurde, obwohl 57.000 Fans da waren. Das war wirklich eine große Enttäuschung.

    Wir sind völlig nüchtern nach Hause gefahren. Nüchtern und ehrlich gesagt durch die Rahmenbedingungen enttäuscht. Da wäre mehr drin gewesen. Schade. Die Rückfahrt nach Essen hat drei Stunden gedauert…… Sonst mit der Bahn ne halbe Stunde……

    Bitte liebe Onkelz, nehmt die Kritik an und beim nächsten mal einfach mal was in die Rahmenbedingungen investieren. Wenn fast 60.000 da sind, sind 6.000 Knappenkarten zu wenig, auch wenn das sicherlich günstiger ist, Karten von pur anzubieten. Und auch mehr Bierstände sind sinnvoll, da werdet ihr doch sicherlich nen Euro mitverdienen, oder? Und mit der Stadt Gelsenkirchen kann man sicher auch den Abtransport besser ausverhandeln. Klappt bei anderen Konzerten und Fußballspielen doch auch!? Und wo waren die Onkelz Stadionbecher und die T Shirts!?

    BITTE BITTE DIESE ZEILEN ALS KONSTRUKTIVE KRITIK AUFFASSEN!

    Wir wollen doch alle das Gleiche: Geile Party mit den Onkelz!

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  16. Olli - 12. September 2018 21:46

    Das war ein meega geiles Konzert, wow sowas von energiegeladen und die Stimmung war einfach nur bombastisch. Ich habe das Konzert einfach nur abgefeiert und jeden Song mitgesungen, das war nach Leipzig ein noch besseres und intensiveres Konzerterlebnis für mich ganz persönlich. Ich fands einfach nur geil und die Setlist der onkelz war auch einfach nur geil, viele meiner Liebelingssongs waren dabei. Gruß geht auch raus an die vielen korrekten Leute die ich schon vor dem Konzert am Gelsenkirchener Hbf kennenlernen durfte und mit denen man richtig gute Stimmung schon außerhalb des Konzerts hatte, an die vielen geilen Leute in der Arena die genau wie ich einfach nur gefeiert haben und das Konzert genossen haben, und an Maria und Mario aus Chemnitz, die ich kennenlernen durfte, die waren voll korrekt aber leider kurz vor Beginn des Konzerts wieder aus den Augen verloren … ich stand ab Konzertbeginn nach Sodom Welle hinten seitlich. Gruß geht nicht raus an die Polizistin die nach dem Weg zur Tram einfach nur unfreundlich „gehen Sie weiter antwortete“, sorry das ich gefragt habe… und an die Deutsche Bahn die wieder mal 40 Minuten zu spät in Duisburg Hbf einfuhr sodass ich um 4 Uhr endlich zuhause war.

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  17. Der M - 12. September 2018 18:54

    Ich suche das nette Mädchen, mit dem weißen t-Shirt mit der Aufschrift „Bonjour bitches“…
    Hatte euch, dir und deiner Freundin“ kurz vor dem Konzertbeginn der onkelz die Getränke bestellt… ;-)

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  18. EBBE - 12. September 2018 17:52

    Nach vielen BO Konzerten in den letzten 25 Jahren,kam Schalke wie gerufen.Hammer Stimmung für mich Genau so wie beim Heimspiel in Ffm.War Hammer. Danke Kevin das du beim Fussball vorbeigeschaut hast.ein Spieler des BOSC TEAMS

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  19. Klaus - 12. September 2018 15:21

    Das erste Onkelz Konzert war für meine Frau und mich einfach gigantisch. Party am Vorabend im Ibis mit den Lausitzern und Pinzgauern(!!!!!) Vor dem Konzert Party mit Koblenzern am Pilsstand vor der Arena bleibt unvergessen. Vielleicht treffen wir uns 2020 zum 40‘ten irgendwo wieder!!!

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  20. Hanno - 12. September 2018 14:54

    Moin!
    Konzert=Hui
    Abfluss der Fans außerhalb des Stadions=Pfui
    Armes Gelsenkirchen!

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    • Jump1904 - 13. September 2018 06:10

      was heißt denn armes Gelsenkirchen…. du kannst ja wohl nicht weil einige HIMBEER TONIS meinen einen solchen MEGA ABEND versuchen kaputt zu machen… sowas gab es auch in der Zeit… 1999 Dortmund, 20 Jahre Onkelz Frankfurt, Lausitz, Loreley, Hockenheim u. a. Geniale Konzerte von der Besten Band der Welt… also Gelsenkirchen hat ja wohl nix damit zu tun und für mich hat Gelsenkirchen jetzt auch das Zepter von den legendären Dortmund Konzerten übernommen….

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  21. b-king - 12. September 2018 14:42

    Schalke ist jetzt etwa mein 35. Onkelz-Konzert gewesen und direkt in die Top 3 gerutscht (neben Los Tioz Hannover und HHR 2014 Tag 2).
    Sensationelle Stimmung, gut aufgelegte Band, geniale Setlist (auch wenn Memento, Adios und Ein böses Märchen etwas arg kurz gekommen sind).

    Für die Organisation bei der Bier-Versorgung können die Onkelz nichts. Das war die glatte 6. Da ich mich ganz sicher nicht für ein Bier mindestens 30 Minten anstelle, hatte ich aber am nächsten Tag auch keinen Kater. Auch gut.

    Aber ihr müsste doch fähige Tontechniker habe. Wir hatten Plätze im Unterrang rechts etwa Höhe Mittellinie und der Sound war teilweise das erbärmlichste, was ich je bei einem Konzert gehört habe. Extrem leise und einfach nur ein dumpfer Ton-Brei. Zum Ende hin ging es dannn seltsamerweise. Aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan. Wir hatten wohl Pech mit dem Platz. Und der Chor der knapp 60.000 war eh lauter.

    Jetzt frage ich mich nur noch, was Stephan mit der sinngemäßen Aussage „Ihr werdet für längere Zeit nichts mehr von uns hören“ bei der Ansage vor „Erinnerungen“ meinte. „Längere Zeit“ ist ja ein relativ dehnbarer Begriff, der von jedem anders empfunden wird. Ich gehe mal davon aus, das man sich jetzt erstmal mit den Solo-Projekten beschäftigen wird.

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  22. Lilly - 12. September 2018 13:09

    „Zitat“:
    … Ich war damals fast 21 Jahre alt und kaufte mir das dicke, breite Heft im Quer- und Hochglanzformat an diesem krass heißen Julifreitag am Merchandise-Stand, das ich im Schneidersitz hockend, völlig gespannt und darin versunken, auf einer dieser steilen Steinbänke auf der Loreley las. Es muss der späte Nachmittag (oder frühe Abend) gewesen sein. Jedenfalls knallte die Sonne fast so gnadenlos, wie das NYC-Hardcore-Gewitter der Mannen um Gary Meskil von Pro-Pain, die gerade im Begriff waren, die Coverversion des Onkelz-Hits „Terpentin“ zum Besten zu geben. Um mich herum flogen Leute durch die Gegend …

    Tja, was soll ich sagen – dieser Text könnte 1:1 aus meiner Feder stammen. Zu gut erinnere ich mich an dieses spektakuläre Open-Air, als wir nach 7 Std. Busfahrt dieses riesige Atrium betraten und nicht ahnten, dass die folgenden Stunden derart unvergesslich und gewaltig werden würden.
    Die Angst vorm Tanz auf den halsbrecherischen Steinen der Loreley währte nur kurz und wir ließen uns einfach mitreißen und feierten, als gäbe es kein morgen… egal, ob der Ex in der Reihe hinter mir mir seiner neuen Flamme kuschelt – die Texte der Onkelz trösten darüber hinweg ;-) !!!
    Ich erinnere mich gut daran, das ich damals dem Sonnenuntergang zusah und mir dachte „So könnte mein Leben ewig weitergehen!“

    Ist es nicht, um Gegenteil. Und dennoch:

    15 Jahre später das gleiche Gefühl in der heiß geliebten Arena der Blau-weißen … den Berg zum Stadion erklimmen, in lachende Gesichter von Gleichgesinnten blicken … die letzten Soundchecks von drinnen hören – und schon ist jeglicher Stress und Ärger meilenweit entfernt.

    Dann schnell das blaue Armband abholen, um auch wirklich ganz ganz vorne und so nah wie möglich dabei sein zu dürfen – CHECK.

    Die Gänsehaut beim Intro, die Energie spüren, die durch die Massen strömt, die ersten Akkorde und dann nur noch fühlen, hören, mitsingen!!!
    Ohne Worte, einfach nur HAMMER!

    Danke für 20 Jahre, in denen mich die 4 Jungs durch Höhen und Tiefen begleitet haben!

    Viele Menschen kamen und gingen in dieser Zeit in und aus meinem Leben, es war nicht immer leicht und dennoch gibt es eine Konstante, die dich selbst treu bleibt und gnadenlos ehrlich ist und war: die Onkelz.

    Auf viele weitere Jahre, selbst wenn wir irgendwann mit dem Rollator auf und vor der Bühne stehen!!!

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  23. Björn K. - 12. September 2018 11:56

    Schöner Text, der auch viele meiner Gedanken wiederspiegelt. Ich sehe die Onkelz nun seit 1999 regelmäßig Live. was haben ich alles durch diese Band erlebt, herrliche Zeiten! Es ist daher um so schöner die Band jetzt so zu erleben, so gut wie sie wohl nie waren. Ich hoffe auf noch viele tolle Konzerte und Geschichten mit den 4 Jungs auf FFM!

    P.S. Im August war ich dann endlich auch mal im Speak Easy, im Klapper 33 und bei Frau Rauscher. Ich konnte den Nebel der 4 Jungs spüren und am Abend da´nn Onkelz Live im Waldstadion, ein Traum!

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  24. Michael - 12. September 2018 11:50

    Das Konzert war einfach Mega. Habe die Onkelz schon oft in Dortmund gesehen. Aber 57000 Tausend ist natürlich eine andere Hausnummer als eine Westfalenhalle. Ich freue mich schon aufs nächste mal.
    Die Zeit wenn die Jungs spielen geht so schnell vorbei. Kaum angefangen ist es auch fast wieder vorbei. Ich bin froh das ich 1987 in der Berufsschule die Onkelz das erstemal von einen Mitschüler zu hören bekam.

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  25. Ragnar - 12. September 2018 10:47

    Moin Zusammen;
    Trotz des wirklich schönen Konzertes, habe ich zu diesem Abend leider etwas gemischte Gefühle… Da mich einige Sachen wurmen, möchte ich meine Erlebnisse schildern und mal sehen, wie die Reaktionen ausfallen.
    Kurz zu meiner Person:
    Ich bin nun fast 30 und fanatischer Onkelzfan seit Kindertagen, was grad in meiner Schulzeit für einigen Trubel (vorsichtig gesagt) gesorgt hat. Was zur Folge hatte, dass mein Sinn zur Rebellion und zum Auflehnen, gegen Ungerechtigkeiten doch sehr früh geschult hat, da ich eine menge Ablehnung erfahfen musste, was aber meine Liebe der Band gegenüber und vorallem meine Wut über das Ausgegrenzt und in Schubladen gesteckt werden nur gestärkt hat. Ich habe, in meinem relativ jungen Leben das Glück gehabt, die Onkelz mittlerweile 5x Live erleben zu dürfen… 2002 Kiel, 2004 Wacken, 2015 Hockenheim, 2016 Hamburg und eben Gelsenkirchen.
    Jede dieser Shows war für sich alleine ein magischer Moment und für mich immer eine art Befreiungsschlag, aus der alltäglichen Suppe des Lebens und unvergesslich, soviel sei voran gestellt…
    Allerdings bleibt mir bei Gelsenkirchen ein blöder Beigeschmack. :/
    Alles fing auf der hinfaht in der Bahn an, als zwei Plätze neben mir zwei Idioten im Suff anfingen Liedgut von Landser und ähnlichem zu Grölen, was mich und meinen Kollegen dem Wunsch die beiden ausm Bus zu ziehen doch sehr nah gebracht hat. Nach 15 Minuten war meine Laune schon ziemlich im Keller, allerdings blieb ich auf dem Pfad der De-Eskalation, schon aus Liebe zu meiner Freundin…
    Jetzt kann man natürlich sagen, dass es überall mal blind Hühner gibt und das ist selbstverständlich auch richtig, wenn dieses Ereignis das einzige geblieben wäre. War es leider nicht. :/
    Während der Show war alles wie gewohnt… Ein trautes miteinander 10000der Kehlen und Spaßfaktor hoch 15! Nach dem Konzert trafen wir auf dem Weg zu einem Taxi auf eine Gruppe Typen, die anfingen meine Freundin als Hippie zu beschimpfen. (Sie hat lange Blonde Dreads)
    Wieder, über den Weg der De-eskalation, bzw Ignoranz das ganze gekonnt umgangen, allerdings mit deutlich mehr Wut im Magen, als bei den beiden Besoffenen. Da und da gewühl durch die Menschenmenge zu blöd wurde, haben wir uns Füßisch auf den Weg, weg vom Stadion gemacht… An der nächten Kreuzung wurde ich nach Feuer grefagt und danach in einem kurzen Gespräch mehrfach erstaunt gefragt, ob wir mit den Frisuren, wirklich aus Kiel nur für die Onkelz gekommen seien? (Mein Kollege und ich beide Iro und meine Frau Dreads)
    Da ist mir das erste Mal der Kragen geplatzt…
    Nach dieser verbalen Grenzerfahrung und einer im Keller hängenden Laune, bekamen wir Hunger und fanden einen Mc D. Taxis waren nach wie vor Mangelware, daher war Essen eine gute Entscheidung… Vor diesem besagten Fastfoodlokal kam ich mit einem Pärchen ins Gespräch, die in einem der ersten Sätze fragen, ob auch solche Linksversifften seien?¿?
    Da war der Abend für mich endgültig gelaufen, was ich als unglaublich Schade empfinde, da wir uns natürlich schon ewig auf die Show gefreut haben… Ich bin noch nie bei den Onkelz mit so viel Intoleranz konfrontiert worden sondern bis Dato stand immer die Liebe zur Band im vordergrund. Das war diesemal leider anders… Schade drum… :/

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  26. Tom - 12. September 2018 07:33

    Jetzt muss ich auch mal loswerden….die Stimmung war klasse und wir haben uns auch richtig drauf gefreut, ABER was war das für eine Akustik??? Ok, schon häufig in der Arena erlebt, aber diesmal ging es gar nicht mehr. Wenn die Fans nicht alle lautstark mitgesungen hätten, dann wären wir wohl richtig sauer nach Hause gegangen. Wenn du irgendwo im vorderen Bereich standest, hattest du Glück (hatten häufiger mal die Position gewechselt), aber ab Mitte bis hinten ging fast gar nichts mehr. Es fehlten da mehr Speaker…das war einfach zu wenig Sound für das Stadion, da war das letzte Konzert in Dortmund vom Sound her tausendmal besser…trotzdem hat es natürlich Spaß gemacht

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  27. Henning - 12. September 2018 07:31

    So ich gebe auch mal meinen Senf zum Konzert ab. Persönlich fand ich Frankfurt geiler mag auch daran liegen das ich Gelsenkirchen nicht mag. War aber das erste Onkelz Konzert was ich mit meiner Nichte (10 Jahre) erlebte. Also mit relativ wenig Erwartungen hin da ich mit Location und Sitzplatz nicht soviel anfangen kann. Ja Sodom besser als erwartet aber für Rockfan noch lange nicht gut. Onkelz dann sehr knorke das einzige was ich negativ fand von der Nord hat man nichr

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    • Henning - 14. September 2018 10:56

      Gesehen gehabt hätte man den Video Würfel aktivieren können. Sorry das Text zwei gegliedert aber Handy hat faxen gemacht. Ja jut was in den Medien zum Thema Randalle stand Spiegelbild der Gesellschaft halt und dem ein oder anderen Eventfan denke ich auch geschuldet.

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  28. Schicksal - 11. September 2018 21:49

    Suche die nette w Bekanntschaft am Kiosk 306, ich wollte Dich noch mit vorziehen. Du hast dunkelblonde längere Haare, ich m hatte eine hellbraune Jacke umgebunden. Trotz das die BO schon begonnen hatten, wollten wir uns dann noch vor N4/N5 treffen, das ging daneben.

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  29. Majo-HB - 11. September 2018 21:48

    1. Also Dana Scully und Fox Mulder würden sich nicht mehr an die X-Akten trauen, wenn sie sich mit dem Phänomen „Böhse Onkelz“ auseinandersetzen müssten.

    2. Beim Fußballspiel (Ich war Mitglied im B.O.S.C.-Fussball-Team) trennten wir uns von unseren neuen Freunden mit einem fairen 5:5 und verloren anschl. im 11m-Schießen ;-)

    3. @Dennis : Während die Hälfte des Gigs vorbei war, meinte ich nur zu meiner Frau „Schatz … das hier echt noch krasser als Dortmund 2016“

    Das war eines meiner schönsten Onkelz-Konzerte und die Gewissheit, dass Stephan bereits jetzt von 2020 spricht, lässt eigentlich keine Wünsche mehr offen !

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  30. Fabian Segchelhoorn - 11. September 2018 21:38

    Es war ein unglaublich schönes Erlebnis und hätte mir kein schöneres „erstes mal“ Onkelz vorstellen können. Diese Nacht bleibt für immer ein Highlight, da ich nie damit gerechnet hatte die Jungz einmal zu sehen.

    LG Fabian! \m/

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  31. Daniel Wiedau - 11. September 2018 20:55

    Mahlzeit Dennis,

    Geil geschriebener Text, den man in allen Punkten nachvollziehen und sich reindenken kann.
    Zum angesprochenen nicht-interessierenden schwanzvergleich: beim von dir schon erwähnten pur and Friends bei dem ich letztes Jahr auch schon war waren mehr – 66 000. Und die Stimmung und Athmosphäre ist teilweise besser. Ich finde grade für die von dir hallende Athmosphäre im Stadion haben die Onkelz viel zu wenig mitsingparts, bei denen man nur die Fans singen lässt. Wie dem auch sei. An der Erlebnis eines Onkelzkonzertes kommt nichts und niemand ran. Ich könnte jedesmal schon am Anfang anfangen zu heulen, weil ich es kaum fassen kann, die Band, meine Legenden, tatsächlich wenige Meter vor mir entfernt zu sehen, weil ich es kaum fassen kann, auf einem Onkelzkonzert zu sein. Das war auf Schalke fast so unglaublich für mich wie 2014, welches mein erstes Konzert war.
    Bin gespannt auf 2020

    Grüße und bis dahin
    Daniel

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  32. M.... - 11. September 2018 20:11

    Es war echt hammer! Suche den Kerl mit dem Frei.Wild Shirt. Welle vorne ziemlich mittig. Haben uns leider nicht getraut uns anzusprechen…aber die Blicke waren echt magisch…

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  33. Enno - 11. September 2018 19:53

    Moin!
    Möchte mich auch mal kurz zum Konzert äussern…
    Es war mein erstes Konzert von den Onkelz.bin aber wie viele andere auch schon lange ein riesen Fan.Meine Frau und ich konnten den Tag des Konzerts gar nicht abwarten.waren lange neun Monate:-) und dieses warten hat sich mehr als gelohnt.es war der Wahnsinn!!!!die lieder auswahl hätte nicht besser sein können!!!wir hatten keine stimme mehr und als wir raus kamen nur noch Rauschen im Ohr:-)wir hoffen auf ein matapaloz mit den Onkelz im nächsten Jahr.
    Onkelz for ever
    PS.Danke für diesen unglaublichen abend

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  34. Denis Rauh - 11. September 2018 19:18

    Bin leider entäuscht wie einige andere Fanz auch,weil die Ordner uns nicht in dem zugewiesenen Block N5 rein liessen da es zu voll war: :-( habend dadurch das halbe konzert verpasst nachdem die Ordner uns zum Oberrang geschickt haben.Kundenservice wurde auch schon angeschrieben mal gucken was bei raus kommt,weil das war ne Zumutung.Hatte mich SOOO gefreut mit Family das Konzert zu erleben und dann so ne scheisse :-(

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  35. Ste Ven - 11. September 2018 18:18

    @Sabrina
    auch hier nochmal der Versuch!!!
    Ich hab was gut zu machen!
    Ich kann nicht aufhören, an dich zu denken! Möchte gern Kontakt zu dir aufnehmen! versagerdeswochenendes@gmx.de
    Falls Sabrina dies nicht liest, helft mir bitte. Ihr wart eine Gruppe von ca. 35 Personen aus der Nähe von Ge. Habe mich der Gruppe von 4 netten Mädels angeschlossen! Ich danke euch!
    P.S. Was ich vom Konzert mitbekommen habe war klasse!

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